Therapie
Die beste Therapie bei einer Hausstaubmilbenallergie ist, wie bei allen Allergien, die Vermeidung der Auslöser – in diesem Fall die Vermeidung der Milben bzw. deren Kot. Milben mögen es feucht und warm. Regelmäßiges Lüften hält die Luftfeuchtigkeit in Räumen niedrig. Betroffene sollten eher zum Staubsauger als zum Besen greifen, da Fegen den Staub aufwirbelt. Für Allergiker geeignete Staubsauger sind mit besonderen Filtern ausgestattet, die verhindern sollen, dass kleinste Substanzen wie der Milbenkot nach dem Einsaugen zurück in die Luft gelangen. Verbraucher sollten beim Kauf eines solchen Staubsaugers auf die Einstufung des Geräts nach Europäischer Norm achten.
Sprays
In Apotheken werden verschiedene Sprays gegen Milben und den die Hautschuppen verdauenden Schimmelpilz (Aspergillus repens) angeboten. Inwieweit diese Sprays einen umfassenden Schutz bieten, ist noch nicht ausreichend geklärt.
Das richtige Bettzeug wählen
Für Allergiker gibt es auf dem Markt spezielle kochfeste Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen. Milbenundurchlässige Bezüge (Encasings) für Matratzen und Bettdecken können zusätzlich schützen. Des Weiteren sind im Handel abwaschbare Kopfkissen erhältlich. Befindet sich im Haus des Betroffenen eine Lüftungsanlage, sollten deren Filter regelmäßig gewechselt werden. Gardinen sollten regelmäßig gewaschen und Heizkörper gereinigt werden. Es empfiehlt sich, Staubfänger wie Kuscheltiere oder Polstermöbel aus dem Schlafzimmer zu entfernen. Anstelle von Teppichen oder Auslegeware können Holz- oder Linoleumböden verlegt werden, diese können gewischt werden. Ggf. kann das Wischwasser mit keimtötenden Mitteln wie kolloidalem Silber versetzt werden.
Spezifische Immuntherapie
Die spezifische Immuntherapie oder auch Hyposensibilisierung soll die überschießende Reaktion des Immunsystems eindämmen. Sie kann bei verschiedenen Allergien wie der Hausstauballergie, Heuschnupfen oder allergischem Asthma helfen. Dem Patienten wird gezielt das entsprechende Allergen verabreicht. Entweder in Form von Spritzen (subkutan, unter die Haut) oder in Form von Tropfen oder Tabletten (sublingual, unterhalb der Zunge). Dabei wird die Dosis der Allergene von Behandlung zu Behandlung gesteigert. Dadurch soll sich der Körper langsam an die Allergene „gewöhnen“. Die Behandlung erstreckt sich i. d. R. über drei Jahre, jedoch kommt es in vielen Fällen bereits nach einem Jahr zu einer Besserung der Symptome. Zudem kann in vielen Fällen durch diese Therapie dem Auftreten einer weiteren Allergie vorgebeugt werden.
Antihistaminika
Sog. Antihistaminika (Histamin-Rezeptorblocker) schwächen die Wirkung des bei einer Allergie ausgeschütteten Histamins ab. Juckreiz oder Schnupfen können durch diese Präparate gemildert werden.
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